Flattr – Part 4 – Setzt es sich durch?
Abgelegt in: Allgemein am 2. Juli 2010 | Kommentare deaktiviert
Von Usern für Artikel bezahlt werden. Ein Traum für jeden Blogger und schon die Paypal-Spendenbuttons brachten kaum nennenswerten Erfolg. Uns nicht, und anderen auch nicht. Der Spreeblick-Blog hatte es in einem Artikel mal so erwähnt. Nun gibt es Flattr. Und? Wird die Blogosphäre jetzt besser?
Flattr – Die Vierte – Und wie weiter?
Gerade ist Monatswechsel und einige Portale geben die Flattr-Einnahmen bekannt. Taz beispielsweise verkündete 900 Euronen und auch Spreeblick war mit 300 dabei. Und wir?
Übertrieben, wie wir auf unseren Blogs nun mal sind, haben wir bei Flattr gleich mit zwei Accounts gestartet. Beide Accounts wurden mit je 20 Euronen aufgeladen.
Gleichzeitig haben wir in genau 10 Blogs das Flattr-Plugin installiert. Also jeweils 5 je Account.
Beide Accounts wurden leer geflattert. Spreeblick, Taz, fscklog und viele andere Seiten bekamen eine geflattert und für besonders gute Artikel auch mal zwei.
Nach den ersten 30 Tagen wissen wir aber auch, unsere Artikel werden nicht geflattert. Ganze 3 Flattr haben wir beispielsweise für diese Seite erhalten und selbst die wirklich stark frequentierten Seiten kamen gar nicht gut dabei weg. Entweder hat unsere Leserschaft keinen Bock auf Flattr oder wir haben falschen Content.
Wir haben keine Ahnung, woran es liegen mag.
Faktisch haben wir aber 40 Euro gegen 84 Cent und einmal 25 Cent getauscht. Also 1,09 Euro erhalten auf zwei Accounts mit zusammengefasst 250 Artikeln in den vergangenen 4 Wochen und mehr als 100.000 Lesern. Was sagt uns das?
Wir spenden die 40 Euro für den Juli lieber wieder nach alter Methode an Plugin- und Themeautoren oder kaufen wieder Butter und Brot für die örtliche Tafel in Stralsund. Das bringt uns weiter. Flattr irgendwie nicht.
So wie uns wird es noch vielen anderen gegangen sein und warum sollte man für professionelle Seiten, wie die Taz noch bezahlen? Tonnenweise Werbeeinblendungen sollten doch für Einnahmen sorgen. Egal.
Die Accounts bei Flattr werden heute wahrscheinlich noch gelöscht. Tolle Sache, liebe Schweden, doch so ganz ausgekocht ist das nicht. Man muss als Privatperson ja einen Account aufladen für Spenden, ohne selbst welche erhalten zu können. Das schreckt viele Nicht-Flatttr-Nutzer garantiert ab.
Wir haben aber redaktionell gesehen auch keine Lust mehr, sinnlos darüber nachzudenken, auch wenn andere User (so die Zahlen nicht eher zur Nutzermotivation für den Folgemonat gehören) mit Einnahmen in dreistelliger Summe prahlen. Gleichzeitig haben wir aber auch festgestellt, dass die Funktion für automatische Postings bei Flattr nicht funktionierte. Ganze 6 Artikel von 250 stehen bei Flattr in der Liste für “My latest things”
Wir laden beide Accounts nochmal mit 10 Euronen auf und versuchen über Juli nochmal das Spiel. Vielleicht kommt ja noch was. Fall nicht…ist Flattr für uns ein netter Versuch gewesen.
Ein schönes sonniges Wochenende wünscht
Die Redaktion
//L.A.



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