Flattr Teil 5
Abgelegt in: Wusstet Ihr...? am 31. Juli 2010 | Kommentare deaktiviert
Wir haben an vielen Stellen in den vergangenen Wochen über den Microbezahldienst Flattr berichtet. Wir haben auch nach dem desaströsem Startmonat unsere beiden Accounts aufgeladen und wie bereits angekündigt jeweils 10 Euro pro Account verflattert. In der Hoffnung, dass sich wenigstens ein Plus-Minus-Null-Geschäft entwickelt.
Flattr Teil 5 – und Tschüß
Unser Ergebnis aus dem 1. Monat konnten wir im Juli sogar noch unterbieten und erlangten auf allen Blogs nicht einen geflatterten Bonus.
Die 20 Euronen über die beiden Accounts haben wir fleißig an diejenigen verflattert, die einen Button haben und uns bei unseren Netzstreifzügen über den Weg bzw. Monitor gekommen sind.
Ebenso wie uns, wird es vielen anderen Bloggern gegangen sein. Es zeigt, dass ein kurzer Hype auch nur ein Hype bleibt. Einziger Gewinner an Flattr dürfte die schwedische Firma selbst gewesen sein. Da wir allerdings auch aus Schweden bloggen, wissen wir durchaus, wie diese Firmen gestrickt sind. Gewinnerzielung durch den Aufbau einer Community und dann nicht viel mehr. Flattr wird viele User verlieren und auch wir werden beim Support nochmal deutlich nach den gründlichen Löschmöglichkeiten des Accounts anfragen. Dazu schweigt er nämlich noch, was uns allerdings nicht wirklich wundert.
Flattr ist Geschichte. Jedenfalls für uns und für viele andere Blogger. Flattr ist wieder ein Beispiel, dass sich diese Microbezahldienste nicht durchsetzen können, denn alles was auf Freiwilligkeit beruht und trotzdem einen gewissen Pflichtsatz (Festlegung des Betrages für den Monat) hat, kann sich nicht durchsetzen. Durchaus möglich, dass Flattr auf englischsprachigen Blogs erfolgreicher ist. Unser englischsprachiger Blog namens danceflooranalyzer.com ist bei Sedo gestern verkauft worden und erzielte so seine Refinanzierung. Aber auch dieser erhielt keine flattrs im Juli.
Man könnte unken, dass das Prinzip Micropayment für Blogs – egal welcher Anbieter es bringt – niemals funktionieren wird. Paypal-Spendenbuttons sind auch ein Beweis für magere Einnahmen. Wer Content in das Internet stellt, muss sich von Anfang an sicher sein, dass der Blog immer eine Kombination von Bäcker, Lottoladen und Galerie ist. Oder anders ausgedrückt: Brot-Lose-Kunst.
Da die Refinanzierung dieses Blogs in gewisser Weise auch über die User nicht möglich ist und diese Seite eigentlich von uns gerne betrieben wird, haben wir uns dazu entschieden, Flattr wieder einen Korb zu geben. Wir belassen es bei den Google-Adsense-Einblendungen. Mehr Werbung soll es auch zukünftig auf dieser Seite nicht geben. Wir freuen uns natürlich, wenn Ihr die Bannereinblendungen unter den Artikeln mal klickt. Wir freuen uns auf jeden fall.
Auch steht diese Seite jetzt nicht mehr zum Verkauf. Ein paar Änderungen wird es in Kürze noch geben, doch im wesentlichen werden wir hier fleißig mindestens alle 3 Tage weiterbloggen und nützliche Plugins und Themes vorstellen. Natürlich präsentieren wir auch weiterhin Blogs. Werbe-PopUp-Fenster wird es auch zukünftig nicht geben.
Also frisch ans Werk und liebe Grüße aus Schweden
//L.A.



Kommentare auf diesen Artikel