HTML / XHTML validieren – mühsam aber sinnvoll

Abgelegt in: Allgemein am 22. August 2009 | Kommentare deaktiviert

Eigentlich wollten wir uns ja erst in der nächsten Woche mit der Validierung des HTML-Codes befassen aber manchmal nerven halbfertige Sachen einfach so sehr, dass es einem keine Ruhe lässt.

Valides Html erstellen

Wir hatten uns in der letzten Woche mal mit der Validierung des CSS-Codes befasst und einige Fehler im Template behoben, die eigentlich für alle Webmaster und Templatebauer, auch wenn diese GPL-OpenSource-Templates anbieten, Ehrensache sein sollten und primär beim Download des Themes schon behoben sein sollten. Gleiches gilt auch für den XHTML-Code. Leider ist das selten der Fall und manche Code-Schmiede macht GPL und OPM (wobei letzteres für Open Public Mülleimer stehen sollte.
Auch unser XHTML wies einige Fehler auf, die durchaus vermeidbar gewesen wären. Etwa 80 Fehler zeigte der Validator, wobei er mehrfachfehler auch mehrfach darstellt. Einige (ca. 30) haben wir duch den Einbau von Codes aus Plugin und Grafiken selbst verursacht, eingies war aber ebeh auch schon vorher da.

Nach der Validierung des CSS-Scriptes, welches durch die, vom Validator mitgelieferten, Codezeilen noch recht einfach ist, so man die denn direkt übernehmen will, ist die Validierung des XHTML in der Webseite etwas schwieriger.

Bei der XHTML-Validierung bekommt man zwar auch eine Fehlerdiagnose und angezeigt, wo die Fehler liegen, doch für Blogger ohne Quelltexterfahrung ist es ungleich schwieriger. Beginnen wir also vom Urschleim.

Der Codeschnipsel

<a href="http://validator.w3.org/check?uri=referer" title="Validierung XHTML"
target="_blank"> Valid XHTML</a>

Mit diesem eingebauten Code im Footer oder in der Blogroll könnt Ihr Eure Seite auf XHTML testen. Erscheint eine Meldung mit grünen Balken, der Euch auf Fehlerfreiheit hinweist, habt Ihr schon gewonnen. Die Praxis sieht aber anders aus.
Beginnt nun von der Startseite aus.
Die Ausgabe der Fehlerliste geht der Reihe nach. Nun besitzt man ja einen Blog, der etwas anders als eine Webseite funktioniert. Es lohnt sich jetzt, im Backend den Bereich –Design/Editor zu öffnen und dort jeweils mit einem Extra-Browsertab die Index.php und die Header.php.

Dann sucht man sich die ausgegebenen Codestellen. Die Zeilennummern helfen wenig weiter. Die Startseite (index.php) lädt ja den Header, Sidebar und Footer, sowie andere Dateien separat. Einige Fehler werden aus der header.php geladen und andere eben auch von woanders her. Man muss sich die Stellen nun mühsam in den Dateien suchen und korrigieren. Bei uns dauerte das knapp 3 Stunden, bis alle Fehler behoben waren.

Die Suche nach den Fehlern gestaltet sich bisweilen schwierig, da sich der Validator erlaubt, nur betreffende Fragmente aus der Codezeile anzuzeigen. Er meckert bei allen möglichen Fehlern. Nicht ordnungsgemäß geschlossene Tags, fehlende alt-Beschreibungen bei eingebundenen Bildern, leere div-Beschreibungen, etc. etc. Einiges kann man durchaus beim Aufbau des Blogs schon vermeiden, wenn man in der Übersetzungsarbeit leere Div-Tags herauslöscht und bei der Einbindung von Bildern im Code entsprechend an die alt-Beschreibung denkt. Wer in den php-Seiten direkt über den Editor schreibt, sollte auch an die genaue Schreibweise der Sonderzeichen denken.

Es empfiehlt sich, Codezeilen einzeln abzuarbeiten und danach den Browsertab mit dem Validator zu aktualisieren. Hier müssten sich die Fehler dann entsprechend nach und nach reduzieren bis der heiß ersehnte grüne Balken erscheint. Dann baut Ihr, wenn Ihr wollt, den code ein. Geht nunzum Frontend und klickt mal auf einzelne Artikel und Seiten. Noch immer alles im grünen Bereich, nachdem Ihr die Artikel und Seiten auch validiert habt? Glückwunsch. Falls nicht, sind, so wie hier auch, Nacharbeiten notwendig in der single.php und in der page.php des WordPress-Templates.

Der Lohn der Arbeit ist für das Selbstwertgefühl und die Suchmaschinenoptimierung aber doch grandios. Nicht nur das Gefühl, ein sauberes Script den Besuchern zu präsentieren, sondern auch für die Bots ein valides und fehlerfreies Script zu haben sollte jedem Webseitenbetreiber die Arbeit wert sein.
Die Bots erkennen das valide Script und werten die Seite entsprechend besser auf. Scriptvalidierung gehört zu den Webmastertools, die auch von Google und Bing empfohlen werden. Wenn man hier die Empfehlungen beherzigt, kann man sich die Codezeilen der Webmasterressourcen der beiden Marktführer nach getaner Einhaltung dann sparen und den Code in der Header.php entsprechend verschlanken.

Auch Besucher werten Euren Blog anders, wenn Ihr einen Link zu den Validatoren eingebaut habt und diese dann feststellen, dass Ihr gut gearbeitet habt. Hier gibt es dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Browserlesezeichen oder einen Feed-Abonenten mehr und nicht zuletzt auch vielleicht einen Besucher, der auf die Reklamebuttons klickt mehr. Es lohnt sich also.

Viel Spaß bei der Validierung wünscht

Die Redaktion

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